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StG 44

Die Entwicklung des ersten Maschinenkarabiners der Welt; besser bekannt als Sturmgewehr 44 der Deutschen Wehrmacht.

Gehen wir Schritt für Schritt vor, damit die Entwicklung klar ersichtlich wird.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges, war die Standartwaffe der Wehrmacht 1939 das - oder der - Kar 98k. Hierbei handelte es sich um eine Weiterentwicklung des Gewehres 98, dass seinen Namen schlicht der Tatsache verdankte, dass es im 1898 konzipiert worden ist und das vor allem im ersten Weltkrieg Verwendung fand. Bei dem Gewehr 98 handelte es sich um eine konsequente Weiterentwicklung von Musketen und den ersten Hinterladergewehren des 19. Jahrhunderts, die Preußen militärisch so erfolgreich hatten lassen. Das Kar 98k hatte eine größere Genauigkeit. Reichweite, Zuverlässigkeit und durch sein internes 5 Schussmagazin konnte eine höhere Feuergeschwindigkeit als bei den vorherigen Gewehre erreicht werden.

Bedingt durch die Grabenkämpfe, in denen weder das Gewehr 98 noch das Kar 98k besonders effektiv gewesen sind, wurden schon gegen Ende des ersten Weltkrieges die ersten MPs eingeführt. Diese litten aber unter einer geringen Reichweite, verbunden mit Ungenauigkeit beim Zielerfassen und -halten. Zu dem waren ihre 9mm Patronen kaum "durchschlagend".

Andererseits kann man argumentieren, dass eine hohe Reichweite und eine hohe Genauigkeit auch bei größeren Entfernungen durch die schiere Tatsache, dass Feuergefechte meist "nur" noch auf Reichweiten von 200 bis 400 Meter ausgetragen wurden, keine so hohe Priorität mehr genießen mussten. Doch die 9mm Mun war ein entscheidendes Negativkriterium. Außederm wäre ein schlichtes Verzichten auf Genauigkeit / Reichweite einfach unsinnig gewesen, weshalb man in Deutschland versuchte eine Kombination aus Kar 98k und Maschinenpistole zu entwickeln.

Der erste grundlegende Konzeptionsansatz war an die mitzuführende, da eingesetzte, Munition gekoppelt. Diese sollte deutlich zur Kar 98k-Munition vom Gewicht her reduziert sein, damit der Soldat mehr Munition mit sich führen kann, da das neue Gewehr ja wie die MP als vollautomatische Waffe auch Dauerfeuer zu geben in der Lage sein sollte. Am Ende entschied man sich für eine neue Patrone mit den Maßen 7,92 × 33 mm (Kar98k: 7,92 × 57 mm), die eine Mündungsgeschwindigkeit von 694 m/s und ein Gewicht von 16,70g aufwies. Sie wies somit eine 61 m/s langsamere Mündungsgeschwindigkeit, aber halt auch ein 10,30 g geringeres Gewicht auf.

Da AH nicht besonders, von kleiner Munition und geringerer Mündungsgeschwindigkeit hielt, war die Entwicklung und die sich anschließenden Fronttests, beinahe Geheimaktionen. Die Entwicklung startete schon 1938, die ersten Prototypen - von C.G. Haenel in Suhl unter Hugo Schmeisser und der Carl Walther GmbH - wurden erst 1942 fertiggestellt. Daran schloss sich eine zeitnahe Lieferung in geringer Stückzahl zur Ostfront an, wo das Gewehr als MP 43 eingeführt wurde und von den deutschen Soldaten hoch geschätzt wurde, da sie die schiere Feuerkraft steigerte und teilweise sogar MG-Unterstützung unnötig machte - den Soldaten also einen echten Vorteil gegenüber den Feinden gewährte. Die Tarnung als MP 43 bewährte sich, AH legte anfangs keinen Widerspruch ein. Nachdem sich die MP 43 dann bewährt hatte, wurde AH das Konzept vorgestellt, der durch die dokumentierten, positiven Bewertungen im Einsatz an der Ostfront nun recht leicht zu überzeugen war.

Seine endgültige Bezeichnung - Sturmgewehr 44 - verdankte die Waffe einmal dem propagandistischen Umfeld, in dem Geheim- und Wunderwaffen eine immer stärkere Rolle spielten, zum anderen der reinen Tatsache, dass es sich um eine neue Waffenkategorie handelte. Seine angedachte Rolle, als neue Standard-Infantrie-Waffe, konnte es durch die Produktionsengpässe nach 1943/44 nicht mehr einnehmen.

 

Technische Daten des Sturmgewehres 44 - auch StG 44. (aus Wikipedia)

Militärische Bezeichnung: StG44

Entwickler/Hersteller: C.G. Haenel
Entwicklungsjahr: 1941–43
Herstellerland: Deutsches Reich
Produktionszeit: Oktober 1943 bis Mai 1945
Waffenkategorie: Sturmgewehr

Maße
Gesamtlänge: 940 mm
Gewicht:
(mit leerem Magazin): 4,62 kg
Gewicht:
(mit maximaler Ausrüstung): 5,22 kg
Lauflänge:
420 mm

Technische Daten

Kaliber:
7,92 × 33 mm; (Pistolenpatrone 43)
Mögliche Magazinfüllungen: 30 Patronen
Munitionszufuhr: Kurvenmagazin
Effektive Reichweite: 600 m
Maximale Schussweite: 1830 m
Kadenz: 500 Schuss/min
Mündungsgeschwindigkeit
Projektil (V0): 685 m/s
Mündungsenergie (E0): ca. 1930 Joule

 

Ein vom StG 44 inspiriertes Gewehr

Trotz äußerlicher Ähnlichkeiten, vollständiger unterschiedlicher innerer Aufbau. Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass sich Kalaschnikov bei seinem AK 47 vom Aussehen her bei dem StG 44 Anleihen nahm.

 

 

   
     
     
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