Rodena ePapers > RODENA Heimat- und Sachkunde Saarlouis-Roden > RODENA Historische Heimatkunde > Saarlautern 1, 2 und Westwall RODENA Historische Heimatkunde Roden
Saarlautern2.rodena.de . Historische Heimatkunde Saarlouis-Roden . historische Heimatkunde Roden . Saarlautern . Saarlautern 1 . Saarlautern 2 . Westwall
Zur Erinnerung und Mahnung
 
     
Startseite

Leserbeitrag: Wieviele Bunker braucht das Land? Bringen diese Erkenntnisgewinn? Website

 

Artikel & Mirrorartikel

Rund um Ausrüstung und Waffen

Bunker in und um Roden (Westwall, Aachen-Saarbrücken-Programm; Sammlung abgeschlossen)

Artikel rund um die NS-Zeit aus der deutschen Wikipedia

Saarlautern

Westwall und zum Vergleich den Original-Limes

Baker Company in Saarlautern

Plakatserie: Luftschutz

Sturmgewehr 44

 

Multimedia-
produktionen

Musik und Videos

Videos

 

Galerien Westwall / Saarlouis 1 und 2

Bunker Galgenberg Roden

Dunkle Ära

Erinnerungen an Saarlouis 1 / Saarlautern 1

HG Saarlautern 1

HG Saarlautern 2

Historisches Saarlouis

Letzte Übung der Wehrmacht vor dem Frankreichfeldzug 1940

Regelbauten des Westwalls | Regelbauten Roden und Saarlouis

Rodener Bauwerke, Gebäude und Häuser

Saar ist deutsch

Unternehmen Westwall

Westwall Teil 1

Westwall Teil 2

Westwall Teil 3

Westwall Teil 4

Westwall Teil 5

Westwall

Alle Bilder unter der e-awdl

 

In Memoriam - auch Roden zahlte den Preis

Jahrgang 1923 - 24

In Memoriam I

In Memoriam II

 

Zeitungen

Saarzeitung 1898

Saarzeitung 1910-11 I

Saarzeitung 1910-11 II

Saarzeitung 1910-11 III

Saarzeitung 1910-11 VI

Saarzeitung 1926-29 I

Saarzeitung 1926-29 II

 

Sonstiges

Sammlung Erika Neumann

 

Links

Alemannia Judaica
Arbeitsgemeinschaft für die
Erforschung der Geschichte der Juden
im süddeutschen und angrenzenden Raum

Deutscher Freundeskreis von Yad Vashem

Yad Vashem

Synagogengemeinde Saar

Synagogengemeinde Trier - historische Infos

 

 

 

EintopfsonntagEintopfsonntag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild anzeigen
Öffentliches Eintopfessen zu Gunsten des Winterhilfswerks in Worms 1938 (Deutsches Bundesarchiv)

Als Eintopfsonntag wurde in Deutschland ab dem 1. Oktober 1933 eine Propagandaaktion durch das NS-Regime als ein Zeichen der Solidarisierung mit der Volksgemeinschaft eingeführt. Zudem konnte die sogenannte Fettlücke, die nur durch devisenträchtige Importe ausgeglichen werden konnte, reduziert werden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Durchführung
    • 1.1 Beispiel Hamburg
    • 1.2 Beispiel Kassel
  • 2 Deutungen
  • 3 Literatur
  • 4 Weblinks
  • 5 Einzelnachweise

Durchführung

Von Oktober bis März sollte einmal im Monat in allen deutschen Haushalten nur Eintopf gegessen werden. Die Differenz zwischen den Kosten für das sonst übliche Sonntagsessen und dem für Eintopf nötigen Aufwand, „von oben“ generell mit 50 Pfennig veranschlagt, wurde von den von Tür zu Tür gehenden Blockwarten der NSDAP kassiert und kam dem kurz zuvor gegründeten Winterhilfswerk zugute.

In den Zeitungen wurden wiederholt Eintopfrezepte als Vorschläge veröffentlicht; es erschien auch ein Eintopf-Kochbuch von Erna Horn. Führende Persönlichkeiten des NS-Regimes wie Adolf Hitler und Joseph Goebbels benutzten das öffentliche Eintopfessen als Propagandamittel.

„Der Eintopfsonntag soll nicht nur materiell , sondern auch ideell dem Gedanken der Volksgemeinschaft dienen. Es genügt nicht, daß jemand zwar eine Eintopfspende gibt, aber seine gewohnte Sonntagsmahlzeit verzehrt. Das ganze deutsche Volk soll bei diesem Eintopfsonntag bewußt opfern um bedürftigen Volksgenossen zu helfen.“

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung Eintopfsonntag abgeschafft. Stattdessen wurde der Begriff „Opfersonntag“ eingeführt, der allein dem Winterhilfswerk vorbehalten war.

Bild anzeigen
Taschenkalender Zeitweiser 1941

Im „Skagerrak-Kalender 1941“ (Redaktionsschluss irgendwann 1940) sind die Eintopfsonntage auch als „Eintopfsonntag“ eingetragen – und zwar am jeweils zweiten Sonntag der Monate Januar bis März und Oktober bis Dezember.

Beispiel Hamburg

In Hamburg spendeten zum Beispiel am 4. Februar 1934 rund 65 Prozent aller Haushalte (nämlich 231.616 von 354.500), was eine Summe von 104.200 Reichsmark ergab. Durch die Eintopfsonntage wurden auf diese Weise im Winter 1935/36 über 31 Millionen Reichsmark zusammengetragen; diese Summe entsprach dem Ertrag, der durch die Straßensammlungen des Winterhilfswerks erzielt wurde. Man sprach vom „deutschen Sozialismus der Tat“.

Beispiel Kassel

Die Kasseler Post schrieb 1934 im Oktober: „Im Namen des Winterhilfswerks des deutschen Volkes 1934/35 sind folgende Sonntage als Eintopfgerichtsonntage bestimmt worden: 14. Oktober, 18. November, 16. Dezember, 13. Januar ’35, 17. Februar, 17. März. Für den 14. Oktober sind lediglich folgende drei Eintopfgerichte zugelassen: 1. Löffelerbsen mit Einlage; 2. Nudelsuppe mit Rindfleisch; 3. Gemüsetopf mit Fleischeinlage (zusammengekocht). Zu Löffelerbsen ‚Einlage‘ entweder Wurst, Schweineohr oder Pökelfleisch. Für die folgenden Eintopfsonntage werden entsprechende Gerichte jeweils festgelegt. Sämtliche Gaststättenbetriebe sind eingeteilt in drei Klassen, welche die Gerichte zu 0,70 RM, 1 RM bzw. 2 RM verabreichen. Die Gäste erhalten für den an das Winterhilfswerk abgeführten Betrag eine Quittung aus einem numerierten Quittungsblock.“

Deutungen

Norbert Frei stellt heraus, dass die „regelmäßigen Einfachessen“ zwar auch die volkswirtschaftlichen Ressourcen etwas schonten, weitaus wichtiger sei jedoch ihr „sozialpsychologischer Zweck“ für das Regime gewesen: Der Eintopfsonntag war ein „Paradestück nationalsozialistischer ‚Volkserziehung‘“ und suggerierte eine kollektive Opferbereitschaft. Die Botschaft lautete: Die Volksgemeinschaft existiert und alle machen mit.

Literatur

  • Stichwort Eintopfsonntag. In: Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin 1998, S. 173f.

Weblinks

  • NS-Spurensuche im Lande Braunschweig: Eintopf und Eintopfsonntag
  • „Eintopf, Opfer-Sonntag!“ Propagandaplakat des Kriegs-Winter-Hilfswerks
  • Hitlerrede zur Eröffnung des WHW 1936 Filmauszug 3:25 (Hitler zum Eintopfsonntag)

Einzelnachweise

  1. Meyers Lexikon. 1937, S. 528.
  2. Herwart Vorländer: Die NSV. Darstellung und Dokumentation einer nationalsozialistischen Organisation. Boppard am Rhein 1988, ISBN 3-7646-1874-4, S. 396.
  3. Peter Zolling: Zwischen Integration und Segregation – Sozialpolitik im „Dritten Reich“ am Beispiel der NSV in Hamburg. (Diss.) Frankfurt/M 1986, ISBN 3-8204-8530-9, S. 180.
  4. LeMo: Eintopfsonntag.
  5. Winterhilfswerk des Deutschen Volkes 1937/38: Rechenschaftsbericht . Hrsg. vom Reichsbeauftragten für das WHW.
  6. HNA Regiowiki: Die Volksgemeinschaft ißt Erbseneintopf.
  7. Norbert Frei: Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945. München 2013, ISBN 978-3-406-64449-8, S. 112.

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 

   
     
     
Hinweis:  
Bildmaterial aus der Zeit des 3. Reiches: Wir versicheren, dass die von uns angebotenen zeitgeschichtlichen Photographien und Texte aus der Zeit von 1933 bis 1945 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens angeboten werden, gem. Paragraph 86 und 86a StGB.
     
     
Besuchen Sie auch:  

Heimatforschung Roden auf heimatforschung.rodena.de

Heimatkunde Roden - Bereich Biologie auf heimatkunde.rodena.de

Saarlautern 2 - das Spezialportal im Bereich historische Heimatkunde Roden auf saarlautern2.rodena.de

RODENA Ferienkurse in Roden

     
Partnersite(s)   museum. academia wadegotia
     
Bitte beachten Sie, dass alle Texte und Bilder unter der erweiterten AWDL publiziert wurden, solange es sich nicht um Mirrors der Wikipedia handelt. Sollten Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Redaktion.
   

 

Gemeinschaftsseite von Rodena ePapers und dem museum. academia wadegotia.